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60 Bürger blicken für Glauchau in die Glaskugel

Wie soll die Stadt in 15 Jahren aussehen? Darüber machten sich die Teilnehmer bei einer öffentlichen Werkstatt zur Stadtentwicklung Gedanken.

 

Vieles blieb noch sehr abstrakt bei der zweiten öffentlichen Werkstatt zum integrierten Stadtentwicklungskonzept (Insek), zu der die Stadt Glauchau Bürger eingeladen hatte. "Die Ebene des Insek ist immer eine übergeordnete", sagte Björn Teichmann vom Planungsbüro für urbane Projekte aus Leipzig.

 

Dennoch hatten die rund 60 Teilnehmer der Werkstatt schon einige konkrete Vorstellungen zum Leben, Arbeiten und Wohnen in Glauchau in der Zukunft. Für das Palla-Gelände konnten sie sich eine Mischnutzung aus Wohnen und Gewerbe vorstellen. Außerdem gab es den Wunsch, die Studenten der Berufsakademie (BA) Glauchau ins Stadtzentrum zu holen. "Die meisten sind aber nur unter der Woche hier und werden sich auch in Zukunft während des Studiums noch nicht hier niederlassen", sagte Christiane Kornhaß vom Planungsbüro.

 

Unter den Teilnehmern waren auch ein paar Jugendliche. Die 14-jährige Lilly Uhlig wünscht sich mehr Geschäfte für Jugendliche. "Außer Rossmann und der Eisdiele gibt es für uns nichts in der Innenstadt", sagte die Neuntklässlerin. "Ich könnte mir ein selbstorganisiertes Schülercafé in der Leipziger Straße gut vorstellen." Damit würden auch mehr junge Leute in die Innenstadt gelockt.

 

Gunnar Heerdegen, Fachbereichsleiter Planen und Bauen bei der Stadt Glauchau, kündigte einen Zwischenbericht der Werkstatt im Stadtrat für Dezember an.

  • veröffentlicht in Freie Presse, 17.11.2015
  • Autor Julia Lappert
Bürger wünschen sich modernes Modellviertel im Erfurter Osten

Über 100 Bürger kamen, um mit der Erfurter Stadtverwaltung über die Planungen zur Äußeren Oststadt zu diskutieren.

 

Die Stadt meint es durchaus ernst in ihrem Bemühen um mehr Bürgerbeteiligung. Und die Bürger wollen sich beteiligen. Beides wurde am Dienstagabend schnell klar, wenn man die Aula der Thomas-Mann-Schule in der Halleschen Straße betrat. Der große Raum im Dachgeschoss platzte aus allen Nähten.

 

Die Stadt hatte eingeladen, um die Rahmenplanung für die "Äußere Oststadt" vorzustellen. Auf den heutigen Brachflächen sollen in den kommenden 20 Jahren Wohnungen für rund 3000 Menschen, damit also ein komplett neues Stadtviertel entstehen (unsere Zeitung berichtete). Das Besondere daran: Die Erfurter waren in die Planungen von Beginn an eingebunden, konnten bei der Gestaltung des neuen Viertels intensiv im Rahmen von mehreren Veranstaltungen mitwirken.

 

"Unsere Vorstellungen sind tatsächlich in die Planungen eingeflossen", meinte denn auch einer der mehr als 100 anwesenden Bürger. Paul Börsch, der Leiter des Amtes für Stadtentwicklung und Stadtplanung gab sich erkennbar große Mühe, auf die Bürger und ihre Fragen einzugehen. Gemeinsam mit Wolfram Georg vom Büro für urbane Projekte aus Leipzig, das den gesamtem Planungsprozess begleitete, erklärte er den Entwurf.

  • veröffentlicht in Thüringer Allgemeine, 12.03.2015
  • Autor Sebastian Tauchnitz
Zuarbeit aus der Bürgerwerkstatt für neues Erfurter Wohngebiet

Zu einem ungewöhnlichen Werkstatt-Termin trafen sich am Samstagvormittag zwei Dutzend Anwohner der Krämpfervorstadt. Gemeinsam "bastelten" sie in der Aula der Regelschule Thomas Mann an der Zukunft ihres Stadtquartiers mit Sicht auf das Jahr 2035.

 

Ein Blick aus den Aula-Fenstern zeigte schon mal, um welches Gebiet es genauer geht: zwischen Leipziger Straße und Güterbahnhof, letzteres wird auch von der künftigen ICE-City geprägt werden. Die ursprünglichen Planungen für ein Gewerbegebiet wurden von der Entwicklung überholt. Erfurt hat stetigen Zuzug und braucht Wohnungen. Die äußere Oststadt bietet dafür stadtnahe Flächen, gut 50 Hektar Entwicklungsgebiet. So geht es bei der Sanierung des Gebietes nun vor allem um Wohnbebauung - und Wohnwünsche.

 

Auch für das Team um Stadtplanungsamtsleiter Paul Börsch ist solch eine Bürgerwerkstatt Neuland. Dass es dafür weniger Interessenten als für die Informationsveranstaltung am Montag gab, war aber rein dem Samstag-Termin geschuldet, sagte er.

 

An vier Tischen war das thematische Werkeln aufgeteilt: in Gesprächsrunden zu generationengerechtem Wohnen und Arbeiten, zu Bewegung und Verkehr, zu Aufenthaltsqualität von Freiräumen bis Grünflächen.

 

Und es wurden intensive Tischgespräche geführt. Zunächst war wirklich das Insiderwissen der Bewohner gefragt: wo halten sie sich wozu auf? Für zwei Schüler ist das vorwiegend die Skateranlage, für Eltern mit Kind die Lagune und der Spielplatz, auch für den Stadtimker ist es die Lagune, haben auch Brachen ihren Reiz. Jogger trifft man eher abseits, Spaziergänger haben den alten Bahndamm für sich entdeckt, ohne Gleise. (...)

 

Die Bürgerwerkstatt zeigte, dass die Bewohner Wissen einbringen, was so an keinem Planungstisch vorliegen kann. Und dass nicht nur gefordert wird, sondern man bereit ist Zeit und Einsatz zu investieren.

  • veröffentlicht in Thüringer Allgemeine, 29.09.14
  • Autor Iris Pelny
Daten und Ideen werden für Gothas Zukunft gesammelt

(...) ISEK ausgesprochen integriertes Stadtentwicklungskonzept soll die Weichen für Gotha bis in das Jahr 2030 und darüber hinaus stellen, soweit dies von der Stadt und ihren Bürgern beeinflussbar ist.

Nicht die Pflanzung einzelner Bäume oder die Farbgebung einer einzelnen Fassade, aber Richtlinien und Schwerpunkte der Entwicklung sollen unter hoher Anteilnahme der Bewohner der Kreisstadt herausgearbeitet werden. Nach einer aufmunternden Begrüßung durch Knut Kreuch erörterte der Stadtplaner Andreas Paul vom Leipziger Büro die Vorgehensweise.

 

Ein integriertes Stadtentwicklungskonzept hatte Gotha schon 2002. Es stand damals unter dem Motto "Leben zwischen Grün und Kultur." Weil Gotha davon viel umgesetzt hatte, gab es sogar vor geraumer Zeit eine Auszeichnung, erinnerte Paul in seinem Einführungsvortrag. Die vorausschauende Stadtplanung wird auch mit Fördermitteln unterstützt.

 

In der Fortschreibung geht es nun wiederum darum, zunächst den aktuell erreichten Status zu bestimmen, dann mit Hilfe eines Indikatorenkatalogs sich der heutigen Position von Gotha bewusst zu werden, um dann ein Leitbild der Stadtentwicklung in strategischem Sinne zu entwickeln. Auf welchen Feldern gehandelt werden soll, was räumliche Entwicklungsschwerpunkte werden und was Projekte mit strategischer Bedeutung sein können soll festgelegt werden. (...)

  • veröffentlicht in Thüringer Allgemeine, 01.07.14
  • Autor Peter Riecke
Planer schlagen Tempo 30 auf der Lübecker vor

Knapp 1,1 Millionen Euro - verteilt über mehrere Jahre - stehen der Stadt an Mitteln aus dem Förderprogramm "Aktive Stadt- und Ortsteilzentren" für die Neue Neustadt zur Verfügung. Viel Geld, das gut eingesetzt sein will. Deshalb hatte Geschäftsstraßenmanagerin Birgit Schmidt in dieser Woche Stadtplaner aus Magdeburg, Leipzig und von der TU Kaiserslautern eingeladen, um bereits vor Vergabe der ersten Projekte einen Rahmenplan zu entwickeln. Stephan Westermann, Wolfram Georg und Prof. Dr. Holger Schmidt stellten ihre Ergebnisse gestern Vertretern der beteiligten Verwaltungsämter vor.

(...)

Außerdem müsse man die Bereiche differenziert betrachten. Von der Bebauung unterscheiden sich die Abschnitte nördlich und südlich der Bremer Straße nämlich erheblich. "Dort gibt es gründerzeitliche Bebauung, auf der anderen Seite postmoderne", erläutert Wolfram Georg . "Ungleiches ungleich behandeln", lautete deshalb ein entwickelter Ansatz.

  • veröffentlicht in Volksstimme, 11.4.2014
  • Herausgeber Stefan Harter
Demografiestudie geht auf die Zielgerade

Zum zweiten Möckeraner IGEK-Treffen am Donnerstagabend kamen gut 40 Vertreter aus den Ortschaften, Vereinen und Verbänden. Um drei Monate verlängert wurde das Projekt, mit dem die Flächengemeinde Möckern auf den demografischen Wandel reagieren soll. Im März sollen alle Fakten zusammengetragen und vom "Büro für Urbane Projekte" aus Leipzig ausgewertet worden sein. Im Idealfall kommt dabei ein Konzept heraus, das der Stadt Möckern hilft, trotz Bevölkerungsschwund und Überalterung attraktiv für seine derzeitigen und künftigen Bewohner zu sein. Noch in diesem Quartal legt das IGEK-Team seine Ergebnisse dem Landesministerium für Landwirtschaft und Umwelt (LMU) vor. In dessen Auftrag waren in ganz Sachsen-Anhalt zehn solcher Konzepte erarbeitet worden, sie sollen künftig modellhaft für andere Kommunen sein.

"Es geht nicht nur um Stadtpolitik, sondern um Sie alle und darum, dass die Stadt Möckern ein Selbstbekenntnis zum Leben auf dem Land entwickelt", erklärte Diplom-Ingenieur Andreas Paul von dem betreuenden Büro aus Leipzig.

Nicht nur der Landesregierung, auch der Stadt Möckern soll das entwickelte Konzept als Arbeitsgrundlage zur Verfügung stehen. Stadtbürgermeister Frank von Holly deutete an, dass es sich um ein sich stets weiterentwickelndes Arbeitspapier handeln werde. "Das Projekt soll modellhafte Strategien erarbeiten, die bis in das Jahr 2030 hineinreichen und künftige Arbeits- und Kommunikationsstrukturen schaffen", bestätigte Andreas Paul. Beteiligt werden auch weiterhin die Menschen in der Einheitsgemeinde.

  • veröffentlicht in Volksstimme, 01.02.2014
  • Herausgeber Stephen Zechendorf
Tor zur Altstadt soll attraktiver werden

Es sei eine Herausforderung gewesen, die unheimlich viel Spaß machte, weil es konstruktive Diskussionen gab, sagt Andreas Paul vom Büro für urbane Projekte. Die Leipziger Stadtplaner hatten in den letzten Monaten die Bürgerbeteiligung für die Neugestaltung des Neuen Marktes maßgeblich organisiert und begleitet. Am Donnerstagabend stellten drei Mitarbeiter die Ergebnisse vor.

So wie bei den Treffen zuvor gab es regen Zuspruch, der Löwensche Saal im Rathaus war wieder voll. Architektin Prof. Iris Reuther blickte auf das erste Anrainertreffen und die Bürgerwerkstatt zurück. Sie hob hervor, dass es zwar konträre Meinungen über die Knackpunkte der Parkplatzsituation und vor allem zur Gestaltung des Ehrenfriedhofs und des Marlenkirchhofs gab, dass sich aber letztlich alle einig darüber wurden, dass es nur eine "sowohl-als-auch-Lösung" geben könne.

Nach Auswertung aller Ergebnisse gibt das Büro nun Empfehlungen ab, die für alle Interessierten auf der Internetseite der Stadt (www .stralsund.de) einsehbar sind. Der Neue Markt soll in seiner Rolle in der Innenstadt künftig mehr als Tor zur Altstadt gesehen werden und sich als einer der beiden Pole der Einkaufsmeile begreifen. "Wichtig ist, dass der Platz mit Kirche, Post und Banken nun einmal Alltagsort der Stadtgesellschaft ist" , betonte Iris Reuther.

(...)

  • veröffentlicht in Ostseezeitung, 03.2013
  • Autor Miriam Weber
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